Was gemessen wird
Google bewertet Ladeerlebnis über die Core Web Vitals. Drei Werte zählen besonders:
| Wert | Was er misst | Ziel |
|---|---|---|
| LCP | Wann der größte sichtbare Inhalt erscheint | unter 2,5 s |
| CLS | Wie sehr das Layout beim Laden springt | unter 0,1 |
| INP | Wie schnell die Seite auf Tippen reagiert | unter 200 ms |
Der wichtigste für das gefühlte Tempo ist LCP: die Zeit, bis das große Bild oder die Überschrift oben sichtbar ist. Steht der bei 5 oder 6 Sekunden, fühlt sich die ganze Seite lahm an, egal wie schnell der Rest nachlädt.
Die häufigsten Bremsen
Bei lokalen Websites, besonders auf WordPress und Baukästen, sind es fast immer die gleichen Punkte:
- Zu große Bilder. Ein 4000 Pixel breites Foto, das auf dem Handy 400 Pixel angezeigt wird, verschwendet Ladezeit. Der häufigste einzelne Grund für ein schlechtes LCP.
- Zu viele Schriften. Ein Theme lädt gern die ganze Schriftfamilie mit allen Gewichten und Kursiven, obwohl nur drei Schnitte genutzt werden.
- Render-blockierendes CSS und JavaScript. Skripte, die geladen sein müssen, bevor überhaupt etwas erscheint, oft von Plugins und Slidern.
- Kein Caching. Ohne Cache baut der Server jede Seite bei jedem Aufruf neu.
- Slider und schwere Plugins. Ein Bild-Slider auf der Startseite sieht schick aus und ist oft die größte einzelne Bremse.
Was konkret hilft
- Bilder in der richtigen Größe ausspielen, modern komprimieren (WebP oder AVIF) und außerhalb des sichtbaren Bereichs erst bei Bedarf laden (Lazy-Loading).
- Schriften auf die wirklich genutzten Schnitte reduzieren und lokal einbinden.
- Ungenutztes CSS und JavaScript entfernen oder verzögert laden.
- Caching aktivieren, bei WordPress über ein Cache-Plugin, beim Baukasten meist eingebaut.
- Auf einen echten Bild-Slider verzichten, wenn er nicht zwingend nötig ist.
Das Gute daran: für all das musst du deine Website in aller Regel nicht neu bauen. Meist reichen die richtigen Einstellungen und ein paar gezielte Eingriffe.
Nachmessen, nicht raten
Miss den Ist-Zustand mit Google PageSpeed Insights, immer den mobilen Wert. Nach jeder Änderung erneut messen, statt zu vermuten. So siehst du, welcher Eingriff wirklich etwas gebracht hat, und wo noch Luft ist.