Offizielle Links ganz oben, vorerst als Test
Am 15. Oktober hat Google im eigenen Blog zwei Änderungen am KI-Modus und an den Übersichten mit KI angekündigt. Die erste ist ein Test. Für Aufgaben, die sich nur an einer oder zwei offiziellen Stellen im Netz erledigen lassen, sollen diese Links in einem eigenen Bereich ganz oben in der Antwort stehen, jeweils mit einem Satz dazu, warum der Link hilft. Die zweite führt Google gerade ein, und mit ihr erscheinen Links im Text der Antwort häufiger und weiter oben.
Für welche Länder beides gilt, lässt der Beitrag offen. Was Google als offizielle Stelle wertet, bleibt ebenfalls offen. Für einen Betrieb liegt die eigene Website am nächsten, etwa wenn jemand einen Tisch reservieren oder einen Termin buchen will. Dafür muss die Website das auch anbieten und als die des Betriebs erkennbar sein, mit Name, Adresse und Leistung wie im Google-Profil.
Texte aus der KI vor dem Veröffentlichen von Hand prüfen
Googles Leitfaden zu KI-generierten Inhalten, zuletzt am 7. Oktober aktualisiert, ist in einem Punkt deutlich: „Es ist wichtig, alle KI-generierten Inhalte vor der Veröffentlichung manuell auf Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu prüfen.“ Der Satz danach reicht in Teile der Seite, die man im Browser kaum sieht: „Diese Überprüfung gilt auch für Metadaten wie <title>-Elemente, Meta-Beschreibungselemente, strukturierte Daten und alternative Texte für Bilder, die in den Suchergebnissen erscheinen können.“
Der Leitfaden richtet sich damit an den Menschen, der veröffentlicht. Bei einem Betrieb lohnt das Gegenlesen am meisten bei Telefonnummer, Öffnungszeiten, Preisen und Ortsnamen, weil ein Fehler dort echte Anrufe und Anfahrten kostet.
Das Spam-Update vom September ist durch
Laut Googles Statusseite lief das „September 2026 spam update“ vom 24. September bis zum 8. Oktober, weltweit und in allen Sprachen. Wer in dieser Zeit Schwankungen in der Search Console gesehen hat, kann sie damit einordnen. Ein Spam-Update trifft Seiten, die gegen Googles Spam-Richtlinien verstoßen. Wer danach dauerhaft Sichtbarkeit verloren hat, geht diese Richtlinien am besten einmal durch. Schon im August lief ein kürzeres Spam-Update, vom 18. bis zum 21. August.
KI-Übersichten bei der Suche nach dem eigenen Namen
Ahrefs hat am 2. Oktober ausgewertet, wie oft Google bei der Suche nach einem Markennamen eine Übersicht mit KI zeigt. Am 29. September waren es 82,91 Prozent der Ergebnisse am Desktop in den USA, im Mittel des Septembers 73,3 Prozent, nach 65,1 Prozent im August. In einer Stichprobe aus 100 Weltmarken hatten Ende September 63 Suchen nach dem Markennamen eine solche Übersicht, 48 davon an erster Stelle. Zahlen für Deutschland gibt es nicht.
Für einen Betrieb lohnt deshalb der Selbsttest. Wer den eigenen Namen bei Google eingibt und oben eine Übersicht mit KI findet, liest darin, was das Netz über den Betrieb zusammenträgt. Ist dort etwas falsch, gehören die eigene Website und das Google-Profil zu den ersten Stellen, die man prüft.
Was das für einen Betrieb hier heißt
Google will in KI-Antworten öfter auf die Stellen verlinken, an denen sich etwas erledigen lässt, und erwartet zugleich, dass ein Mensch prüft, was auf diesen Seiten steht. Für eine lokale Website folgt daraus zweierlei. Buchung, Termin oder Anfrage sollten direkt auf der eigenen Seite möglich sein, und jeder Satz mit Zahlen darin gehört einmal von Hand gegengelesen, auch wenn ihn eine KI geschrieben hat.
Wer Googles KI-Antworten für die eigene Website abschalten möchte, kann das seit dem 31. August in der Search Console tun. Warum das für einen lokalen Betrieb selten die richtige Wahl ist, steht im Nachtrag zur Meldung über den KI-Bericht.