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Googles Anbieter-Zeile gilt jetzt auch für lokale Betriebe

In den Suchergebnissen im Europäischen Wirtschaftsraum gibt es seit dem Sommer zwei neue Blöcke: einen für Vergleichsportale und daneben einen für die Anbieter selbst. Seit dem 18. September zählen lokale Suchanfragen dazu, und damit die Betriebe, mit denen wir arbeiten.

Was neu ist

Googles Änderungsprotokoll für die Suchdokumentation trägt unter dem 18.09.2026 den Eintrag „Added local business query support to the aggregator and supplier units“. Bis dahin ging es dort um Hotels, Flüge, Fernzüge und Busse sowie um Produkte. Jetzt steht die lokale Suche mit auf der Liste.

Was die beiden Blöcke sind

Die Aggregator Unit ist ein eigener Platz für zugelassene Vergleichs- und Portalseiten. Die Supplier Unit steht daneben und gehört denen, die die Leistung selbst erbringen. Beide erscheinen ausschließlich Nutzern im Europäischen Wirtschaftsraum; Google hat sie am 08.09.2026 als Teil der regionalen Unterschiede in der Suche dokumentiert. Der Hintergrund ist der Digital Markets Act, die Blöcke stehen also auf europäischem Recht.

Wer hineinkommt

Google beschreibt die Zielgruppe ungewöhnlich konkret: „individual hotels or airlines, brick-and-mortar business owners, or providers of services like plumbing“. Gemeint ist das Hotel selbst, während das Buchungsportal in den Block daneben gehört, und ausdrücklich auch der Handwerksbetrieb und das Ladengeschäft.

Was du dafür tun musst

Dafür braucht es erstaunlich wenig. Auf der Doku-Seite steht: „You don't need to provide additional data beyond what's accessible through web crawling to appear in this feature.“ Es reicht also, was ohnehin im Netz steht und von Google gelesen werden kann. Wer Daten-Feeds hat, darf das Ergebnis damit anreichern, als Kür.

Damit entscheidet die übliche Grundarbeit. Google muss die Seite lesen können, Leistung und Ort müssen darauf stehen, und der Betrieb muss im Netz als dieser Betrieb erkennbar sein. Dieselben Dinge also, die auch darüber entscheiden, ob eine KI dich nennt.

Wie es in Lüneburg aussieht

Wir haben am 02.10.2026 nach „dachdecker lüneburg“ gesucht, aus Lüneburg heraus. Der Block ist da, und er heißt auf Deutsch „Weitere Websites“. Darin stehen zehn Betriebe, jeder mit Öffnungsstatus, Gewerk und seiner eigenen Adresse im Netz, unter anderem fliegenderdachziegel.de, hansebau-lg.de, dach-rosenberg.de und meisterdach.info.

Darüber steht ein zweiter Block mit der Überschrift „Unternehmen“, als Quelle nennt er Google selbst. Dort erscheinen drei Betriebe mit Sternebewertung, dazu ein Verweis „Mehr auf Google ansehen“. Die Zuordnung zu Googles Begriffen ist unsere Lesart: der obere Block füllt die Rolle des Aggregators, der untere die der Anbieter.

Ganz oben auf derselben Seite stehen „Gesponserte Orte“ und „Gesponserte Ergebnisse“, darunter ein Handwerker-Portal. Die zehn Betriebe in „Weitere Websites“ tragen keine solche Kennzeichnung, sie stehen dort für ihre eigene Seite.

Einer davon ist ein Betrieb, mit dem wir arbeiten; wie dort gearbeitet wurde, steht in der Fallstudie zu MeisterDach.

Diese eine Suche sagt allerdings wenig darüber, ob der Block auch bei anderen Gewerken und in anderen Städten erscheint. Wir sehen uns das weiter an.

Warum das für einen Betrieb hier zählt

Vergleichsportale stehen bei vielen lokalen Suchanfragen weit vor den Betrieben, um die es eigentlich geht. Hier bekommt der Betrieb einen eigenen Platz direkt daneben, und er bekommt ihn dafür, dass er auffindbar ist.

Die Aufgabe bleibt damit dieselbe wie vorher. Wer seine Seite lesbar hält und sagt, was er wo anbietet, erfüllt die Bedingung bereits. Wem das fehlt, dem entgeht jetzt eine Stelle mehr.