Telefonnummern in Beiträgen, wenn Google sie bestätigen kann
Bis zu einer Änderung, über die Search Engine Roundtable am 25. September berichtet hat, stand in Googles Hilfe, dass ein Beitrag im Unternehmensprofil keine Telefonnummer enthalten darf. Heute heißt es dort: „Um Betrug und Missbrauch vorzubeugen, entfernen wir unter Umständen Beiträge mit nicht bestätigten Kontaktdaten.“ Gemeint sind Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Social-Media-Handles. Am sichersten ist der Knopf „Jetzt anrufen“, denn er verwendet die bestätigte Nummer aus dem Profil.
Am 6. Oktober berichtete Search Engine Roundtable über eine zweite Anpassung, diesmal am Eintrag selbst. Zeitlich begrenzte Werbeaktionen, Preise und direkte Aufforderungen gehören laut Google nicht hinein. Welche Felder des Eintrags das betrifft, lässt Google offen. In Beiträgen sind Angebote dagegen zulässig. Die Herbstaktion steht also in einem Beitrag mit Datum, und der Eintrag bleibt sachlich.
Neue Merkmale für Gerichte
Gerichte auf der Speisekarte im Profil lassen sich jetzt als glutenfrei, milchfrei, halal oder koscher kennzeichnen. Vegetarisch und vegan gab es schon. Angekündigt hat das Lisa Landsman von Google auf LinkedIn, Search Engine Roundtable berichtete am 13. Oktober. Gesetzt wird ein Merkmal im Menüeditor des Profils, beim einzelnen Gericht. Für welche Länder die neuen Merkmale gelten, lässt Google offen.
Weil die Merkmale am einzelnen Gericht hängen, braucht es dafür eine Karte, die im Profil als Liste von Gerichten angelegt ist. Eine Karte, die nur als Foto hochgeladen ist, bleibt dabei außen vor. Wie eine Speisekarte auch auf der eigenen Website für Google und die KI lesbar wird, steht im Artikel SEO für Cafés und Gastronomie in Lüneburg.
Zwei Beobachtungen ohne Aussage von Google
Eine KI-Zusammenfassung im Profil
Am 17. September zeigte Search Engine Roundtable ein Unternehmensprofil in der Google-Suche, über dem eine Übersicht mit KI stand. Ein Knopf darunter öffnete ein Gespräch im Stil des KI-Modus. Entdeckt hat es Ben Fisher, und der Autor des Berichts hält es für einen Test, den Google schon länger in Varianten fährt. Ein Teil der Zusammenfassung war veraltet. Den Grund nannte der Autor selbst: Die Website seines eigenen Betriebs war genauso alt.
Alle Bewertungen erst nach der Anmeldung
Am 30. September berichtete Search Engine Roundtable, dass Google Maps abgemeldete Nutzer zur Anmeldung auffordert, bevor sie alle Bewertungen eines Profils sehen, sie sortieren oder selbst eine schreiben können. Ob das ein Test ist und in welchen Ländern er läuft, bleibt offen. Prüfen lässt es sich in einer Minute, indem du dein eigenes Profil in einem privaten Browserfenster öffnest und durch die Bewertungen scrollst.
Eine Frist, die man kennen sollte: vier Tage
Zu den Neuerungen kommt eine Regel aus Googles Hilfe, die für jeden Betrieb gilt. Bei bestimmten Änderungsvorschlägen zum Profil meldet sich Google unter Umständen per E-Mail, und dann heißt es: „Du hast dann 4 Tage Zeit, den Vorschlag anzunehmen oder abzulehnen.“ Ohne Antwort veröffentlicht Google die Änderung unter Umständen automatisch, „sofern es durch andere öffentlich zugängliche Informationen bestätigt wird, etwa auf der Website deines Unternehmens“. Was Google selbst geändert hat, steht im Profileditor in blauer Schrift.
Was das für einen Betrieb hier heißt
Zwei der Punkte führen zur eigenen Website zurück. Sie dient Google als Gegenprobe für einen Änderungsvorschlag, und eine KI-Zusammenfassung fasst zusammen, was dort steht. Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse und Angebot sollten deshalb auf der Website denselben Stand haben wie im Profil. Wer ein Restaurant oder Café führt, legt die Karte im Profil als Gerichte an und markiert, wo eines der neuen Merkmale stimmt.
Mails von Google zum Unternehmensprofil lohnen einen Blick, auch im Spam-Ordner, damit die vier Tage reichen. Wie du dein Profil Punkt für Punkt durchgehst, steht in der Checkliste fürs Local Pack.